Streit um die US-Gesetze zum Onlinepoker heizt sich auf
Der Kampf der US-Spieler zur Rettung des Onlinepoker hat den River noch nicht erreicht, der Flop ist aber definitiv schon gefallen. Die hitzige Debatte zieht sich von einer Ecke des Landes in die andere. Von Washington, D.C. bis Olympia, Washington.
Washington State Supreme Court
Anders als vor einigen Wochen fand sich die Gesetzesgebung nicht in einem Bundesgebäude in Washington, D.C. ein, sondern im Supreme Court des Bundesstaats Washington. Ein Gesetz des Staates Washington verbietet Onlinepoker und Online-Glücksspiel.
Die Poker Players Alliance (PPA) wurde von Lee Rousso vertreten, der das Gesetz gegen Onlinepoker und andere Glücksspielformen im Rahmen des bundesweiten Commerce Act als unzulässig ansieht. Er wies darauf hin, dass der Commerce Act besagt, kein Bundesstaat dürfe ein Gesetz erlassen, das Industriezweige einschränkt oder unterdrückt.
Rousso argumentierte weiterhin, dass das Spielen von Poker und Blackjack in landbasierten Casinos des Bundesstaats Washington erlaubt sei und demnach auch im Internet und auf Onlinepoker-Seiten legal sein müsse. Außerdem sei das Gesetz protektionistisch, weil das Verbot von Onlinepoker und Online-Glücksspiel den Offline-Casinos von Washington zu Gute käme.
Kampagne gegen das Gesetz
Die PPA, Mitglieder des US-Kongresses sowie verschiedene Repräsentaten der Pokerbranche, darunter auch berühmte Spieler, haben sich zu einer Kampagne zusammengeschlossen, mit der es US-Spielern ermöglicht werden soll, auch weiterhin legal Onlinepoker zu spielen. Der Unlawful Internet Gambling Enforcement Act ist ein Bundesgesetz, das am Dienstag, den 1. Juni 2010 voll in Kraft tritt. Viele hoffen zwar auf eine Widerrufung des UIGEA, vorerst wird das Gesetz aber eindeutig negative Auswirkungen auf US-Spieler haben, die nicht mehr ohne weiteres Geld auf Glücksspielseiten einzahlen können.





